Interview der IHK mit unserem Schulleiter

Interview der IHK mit unserem Schulleiter

Herr Kirschner wurde von zum Thema Neubau der FES Wiesbaden von der IHK Wiesbaden interviewt. Der folgende Artikel wurde in dem Magazin „Hessische Wirtschaft“, Ausgabe Februar/März, veröffentlicht.

Die Pläne für den Neubau der FES sind nun abgeschlossen: Was braucht die Berufsschule der Zukunft? 

Schulen benötigen flexible Lernlandschaften, die eigenständiges, selbstverantwortliches Lernen ermöglichen – und das sowohl in individuellen als auch gemeinschaftlichen Formen. Der Raum als „Dritter Pädagoge“ hat große Wirkung auf die Interaktion und Kommunikation in der Schule – Räume beeinflussen Stimmungen, Verhalten und Beziehungen der Menschen. Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt Wiesbaden und dem Architekten Mariano Rincon konnte unsere Schulgemeinde das Raumprogramm gemeinsam erarbeiten.

Wie weit waren die Schüler daran beteiligt?

Es gab einen Ideen-Wettbewerb mit Prämie, bei dem die Schülervertretung eingebunden war. Außerdem haben wir die jungen Menschen über ihre Lehrkräfteteams einbezogen: Es gab Projektaufgaben und Abfragen zur Ausstattung und Gestaltung der Lernräume, die dann als Impulse in die Pläne eingeflossen sind. Dabei hat sich gezeigt: Junge Menschen wollen sich vielfältig, international und respektvoll begegnen und austauschen. Sie übernehmen Verantwortung für sich und andere; sie wollen Input von Lehrkräften, Mitschülern und Experten. Und: Sie brauchen saubere Toiletten.

Welche Rolle hat die Digitalisierung bei den Plänen gespielt?

Die digitale Infrastruktur muss funktionieren wie Wasser, Strom und Heizung; ein Support sollte von IT-Fachleuten kommen, nicht von Lehrkräften. Da wir die technische Berufsschule für die industriellen und „digitaltypischen“ Berufe wie Fachinformatik, Mechatronik, Elektronik und Mechanik sind, spielt die Digitalisierung bei uns eine sehr große Rolle. Wir benötigen eine überdurchschnittliche Anbindung ans Internet, eine kabelgebundene und flächendeckende WLAN-Vernetzung. Kreidetafeln gehören der Vergangenheit an, jeder Raum bekommt einen Flachbildschirm und digitale Endgeräte. Ein besonders kostenintensiver Bereich ist Industrie 4.0, die mit 3 Millionen Euro die Liste des Ausstattungsbedarfs der FES anführt. Insgesamt liegt der Bedarf bei 8 Millionen Euro – durch den Digitalpakt und die Unterstützung der Stadt Wiesbaden sind wir voller Hoffnung, dass dieser auch ermöglicht wird

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