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Podiumsdiskussion: Politische Beteiligungsmöglichkeiten in einer Demokratie

Am Donnerstag, den 26.03.2026, fand zum Abschluss der Demokratiewochen an der Friedrich‑Ebert‑Schule in Wiesbaden eine Podiumsdiskussion zum Thema „Politische Beteiligungsmöglichkeiten in einer Demokratie“ statt. Eingeladen waren Politikerinnen und Politiker des Hessischen Landtags sowie ein Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbunds. Sie beantworteten Fragen von Schülerinnen und Schülern rund um politische Teilhabe und Engagement.

Die Gäste aus Politik und Gewerkschaft standen den Jugendlichen offen Rede und Antwort und zeigten sich in vielen Punkten bemerkenswert einig. Unter anderem sprachen sie sich dafür aus, das Mindestalter im Wahlrecht zu senken, damit die Stimmen junger Menschen in einer Gesellschaft, in der die unter 30‑Jährigen die kleinste Wählergruppe bilden, stärker ins Gewicht fallen. Außerdem gaben sie persönliche Einblicke in ihre Lebenswege und berichteten, wie sie selbst zur Politik gekommen sind.

Immer wieder betonten die Rednerinnen und Redner, dass Demokratie von der aktiven Teilhabe der Menschen lebt. Sie ermutigten die Schülerinnen und Schüler, sich für ihre eigenen Interessen und die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen einzusetzen – sei es in Schule, Verein, Kommune oder in politischen Organisationen.

Der voll besetzte Versammlungssaal der Schule konnte sich über eine informative und rundum gelungene Veranstaltung freuen. Für ein professionelles und angenehmes Ambiente sorgten die angehenden Fachkräfte für Veranstaltungstechnik, die mit dem schuleigenen Equipment Bühne, Licht und Ton geplant und aufgebaut hatten.

Im Rahmen der Demokratiewochen wurden die Fragen an die Podiumsgäste von verschiedenen Klassen vorbereitet und anschließend von Klassenvertreterinnen und ‑vertretern gestellt. Unter anderem ging es um folgende Themen:

  • Wie stellt die Politik sicher, dass die Interessen junger Menschen tatsächlich in politischen Entscheidungen berücksichtigt werden?
  • Ohne deutschen Pass dürfen viele Mitglieder unserer Gesellschaft nicht wählen. Wie können diese sich trotzdem beteiligen und politische Rahmenbedingungen mitgestalten?
  • Wie kann ich sicher sein, dass meine Meinungen und Bedürfnisse – als eine von vielen Personen in diesem Land – bei politischen Entscheidungen wahrgenommen werden?
  • Warum werden die Interessen junger Menschen in Bezug auf öffentliche Verkehrsmittel ignoriert?
  • Was machen Gewerkschaften und warum ist das wichtig für eine Demokratie?
  • Sollte eine regelmäßige Prüfung aller Parteien, Gewerkschaften und Verbände auf Verfassungstreue und demokratische Werte eingeführt werden?
  • Welche konkreten Maßnahmen planen die politischen Parteien, um Jugendlichen mehr Mitspracherecht in politischen Entscheidungsprozessen zu geben?
  • Wie können Menschen am deutschen Ausbildungssystem teilnehmen, wenn sie die Zeugnisse aus dem Heimatland nicht mehr haben und Abschlüsse nicht nachweisen können?
  • Wie werden im Hessischen Landtag oder bei den Gewerkschaften die Meinungen und Bedürfnisse junger Menschen besprochen und akzeptiert?
  • Wie kann das Interesse junger Menschen an mehr Medienbildung in die Politik getragen werden und wie könnte eine Lösung dafür aussehen?

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse der Schülerinnen und Schüler an politischen Fragen ist – und wie wichtig es ist, ihnen Räume für Austausch, Fragen und Mitgestaltung zu eröffnen.