Vom 17. bis 26. März 2026 stehen an der Friedrich‑Ebert‑Schule Wiesbaden zwei Wochen ganz im Zeichen der Demokratie. Unter dem Motto „Demokratie leben. Gemeinsam schaffen wir mehr!“ gestalten Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler fachbezogene Unterrichtseinheiten, Aktionen und Diskussionen, die das Bewusstsein für demokratische Werte stärken sollen.
Vielfältige Aktionen und Unterrichtsangebote
Während der Demokratiewochen setzen die Klassen zahlreiche Projekte und Workshops um:
• Aktive Methode zur Demokratiebildung
Mit Hilfe eines Wimmelbild-Plakats der Landeszentrale für politische Bildung beschäftigen sich Lernende mit der Gesellschaft als komplexem Kooperationssystem. Sie erkennen unterschiedliche Perspektiven und Interessen und reflektieren solidarisches Miteinander.
• Workshop für das Kollegium
Für Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen bietet Spiegelbild – Politische Bildung aus Wiesbaden e. V. einen Workshop zum Thema
„Handlungssicherheit im Umgang mit diskriminierenden Situationen“ an.
• Filmgestützte Unterrichtseinheiten
Unterrichtsmodule zum Dokumentarfilm „Die Arier“ von Mo Asumang regen zur Auseinandersetzung mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Diskriminierungserfahrungen an.
• Werte & Prioritäten („Demokratie von unten“)
Im Fach Ethik/Religion reflektieren Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Werte und sprechen darüber, wie demokratische Grundhaltungen im Alltag gelebt werden können.
• „Verschwörungstheorien und deren Einfluss“
Der Politik- und Wirtschaftsunterricht widmet sich den Mechanismen von Verschwörungsideologien und deren Auswirkungen auf demokratische Gesellschaften.
• „Diversity – Gleichberechtigung für alle?!“
Im Englischunterricht diskutieren die Klassen Fragen rund um Vielfalt, Gleichberechtigung und Diskriminierung.
Feierliche Auftaktveranstaltung
Am Dienstag, den 17. März 2026, eröffnete Schulleiter Andreas Kirschner die Demokratiewochen in einer kurzen Ansprache in der Aula. Unterstützung erhielt er von:
- Jean Ayite Ajavon (Hausmeister der Schule)
- René Prokop (Personalratsvorsitzender)
Herr Ajavon berichtete eindrucksvoll von seinen persönlichen Erfahrungen aus seiner Jugend in Togo, wo er in einer de facto Diktatur aufwuchs, und erklärte, warum ihm demokratische Mitbestimmung und Wahlbeteiligung heute besonders wichtig sind.
Herr Prokop ermutigte die Schülerinnen und Schüler, Demokratie aktiv zu leben und die bestehenden Mitwirkungsmöglichkeiten zu nutzen. Zum Abschluss spielte der Schulleiter das Musikvideo zum Demokratie‑Song der Band „Die Ärzte“, das die aktuelle weltpolitische Lage eindrucksvoll widerspiegelt.
Interaktive Beteiligung der Schülerschaft
Im Eingangsbereich der Schule laden Plakatwände mit der Frage „Was bedeutet Demokratie für uns?“ die Schülerinnen und Schüler dazu ein, ihre Gedanken und Meinungen zu teilen – ein sichtbares Zeichen lebendiger demokratischer Kultur im Schulalltag.
Podiumsdiskussion als Abschluss-Highlight
Der Abschluss der Demokratiewochen findet am Donnerstag, den 26. März 2026, von 10:30 bis 12:30 Uhr in der Aula statt. Schülerinnen und Schüler moderieren eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft:
- SPD: Alexander Hofmann (Vize-Landesfraktionsvorsitzender)
- Bündnis 90/Die Grünen: Lara Klaes (Landtagsabgeordnete aus Wiesbaden)
- FDP: Moritz Promny (Landtagsabgeordneter, Sprecher für Bildungspolitik)
- DGB-Jugend: Sascha Schmidt
- Jugendstadtparlament Wiesbaden: Vertreterin/Vertreter
Diskutiert werden politische Beteiligungsmöglichkeiten in einer Demokratie. Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassen bereiten Fragen vor, die sie direkt an die Gäste richten. Auch das Publikum kann sich aktiv einbringen.




